Liane Dick, 

Rituals with nunc.: Zu Besuch bei Isabelle

Rituals with nunc.: Zu Besuch bei Isabelle

Wie ein neues Kaffeeritual ihren Alltag verändert.

Isabelle lebt mit ihrem Mann in einem kleinen Ort zwischen Freiburg und dem Bodensee, mitten im Schwarzwald. Ein Haus mit Geschichte, denn sie ist hier aufgewachsen. Vor zwei Jahren haben die beiden begonnen, ihr Elternhaus zu renovieren. Vieles ist inzwischen fertig, anderes entsteht noch Schritt für Schritt.

Der Wohnbereich ist hell und offen. Große Fenster geben den Blick in den Garten frei, innen bestimmen Holz, helle Wände und Möbel in warmen Naturtönen den Raum. Alles ist ruhig gehalten, mit viel Platz zwischen den Dingen. Isabelle erzählt, dass ihnen beim Umbau vor allem eines wichtig war: ein Zuhause zu schaffen, in dem Menschen gerne zusammenkommen.

„Wir sind einfach sehr gesellig“, sagt sie. „Unsere Freunde und unsere Familie wohnen alle hier im Ort. Da passiert es ständig, dass jemand spontan vorbeikommt.“

Das passt zu ihrem Beruf. Isabelle ist Gründerin der Eventagentur plan.b weddings & events. Mit ihrem Team gestaltet sie Hochzeiten und Veranstaltungen rund um den Bodensee und im Schwarzwald. Möbel, Dekoration, florale Konzepte – am Ende geht es immer darum, Räume zu schaffen, in denen Menschen zusammenkommen und besondere Momente erleben.

Der Alltag ist dadurch oft schnell. Termine, Aufbauten, Gespräche mit Paaren, neue Konzepte. Umso wichtiger sind für sie die ruhigen Momente zu Hause. Einer davon beginnt jeden Morgen in der Küche. Seit etwa sechs Monaten steht hier eine nunc. und mit ihr hat sich etwas verändert, das vorher gar nicht so bewusst war.

„Früher sind wir morgens aufgestanden, haben uns gerichtet und sind direkt aus dem Haus gegangen“, erzählt Isabelle. „Den Kaffee haben wir dann irgendwo unterwegs oder im Büro getrunken. Das war einfach so nebenbei.“

Heute läuft der Morgen anders ab. Bevor sie losfahren, machen sich Isabelle und ihr Mann einen Cappuccino und setzen sich kurz an die Küchentheke.

„Seit die nunc. hier steht, machen wir wirklich jeden Morgen zuerst einen Cappuccino und trinken den zusammen. Erst danach gehen wir aus dem Haus. Das ist so unser kleiner Start in den Tag geworden.“

Es ist kein langer Moment. Aber einer, der den Morgen anders beginnen lässt.

„Meine Tage sind oft ziemlich schnell und ich bin viel unterwegs. Da ist das morgens hier runterzukommen, einen Kaffee zu machen und kurz zu sitzen einfach ein schönes Ankommen im Tag.“

Isabelle trinkt ihren Cappuccino am liebsten mit der Bohne Serene Sunset. Ein Blend aus drei Arabicas mit fruchtigen Noten von Himbeere und Brombeere und einem Hauch Milchschokolade. Vollmundig und weich im Abgang. Die Bohnen werden im wechselbaren Smart Hopper eingesetzt. So können verschiedene Röstungen jederzeit gewechselt werden – etwas, das im Alltag schnell relevant wird. Denn hier wird Kaffee selten nur für zwei Personen gemacht.

„Unser ganzer Freundeskreis und unsere Familie feiern die nunc. genauso wie wir“, sagt Isabelle und lacht. „Am Anfang war das natürlich für alle total spannend. Und jetzt kommen sie einfach vorbei.“ Oft ganz spontan. „Dann bringt jemand Kuchen mit, jemand anderes setzt sich schon an den Tisch und plötzlich trinken hier alle Kaffee. Früher sind wir dafür immer ins Café gegangen. Heute passiert das einfach bei uns zu Hause.“ Und viele wissen inzwischen schon genau, welchen Kaffee sie trinken möchten.

„Unser bester Freund kommt rein und sagt direkt: Ich hätte gern den Roaring Volcano. Die wissen alle schon genau, was sie wollen.“

Besonders Gäste, die selbst eine Siebträgermaschine zu Hause haben, reagieren oft überrascht.

„Viele in unserem Freundeskreis haben auch Siebträger und wissen, wie viel Technik oder Können da eigentlich dahintersteckt“, erzählt Isabelle. „Die stehen dann hier und sagen: Wie kann das so einfach gehen?“

Mit Funktionen wie Magic Milk, bei der die Milch automatisch aufgeschäumt wird, entstehen Cappuccinos fast nebenbei, während der Espresso bereits läuft.

„Du stellst einfach die Milchkanne drunter und parallel läuft alles. Das finden alle immer ziemlich cool.“

Mit der Zeit hat sich Isabelles Blick auf Kaffee dadurch verändert. Direkt neben ihrem Büro gibt es ein Café mit Siebträgermaschine. Früher hat sie dort oft Kaffee geholt. Heute denkt sie manchmal anders darüber.

„Seit wir die nunc. haben, überlege ich mir wirklich öfter: Trinke ich jetzt noch schnell einen Kaffee draußen – oder fahre ich einfach nach Hause und trinke ihn dort?“ Dann muss sie kurz lachen. „Man merkt einfach, wenn man sich einmal an guten Kaffee gewöhnt hat.“

Und so kommt es immer öfter vor, dass jemand spontan vorbeischaut. Jemand bringt Kuchen mit, jemand setzt sich an die Küchentheke, die nunc. läuft.

„Ich habe manchmal wirklich das Gefühl“, sagt Isabelle, „dass hier so ein bisschen das neue Café im Dorf geworden ist.“ Sie trinkt noch einen Schluck Cappuccino. „Die nunc. ist für uns wirklich nicht mehr wegzudenken.“